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Gesetzgebung   Rechnungswesen und Wirtschaftsprüfung   Musterbilanz
 
 

 
Rechtsgrundlagen
 
 

Mit dem Gesetz 19/1989 wurde das spanische Gesellschaftsrecht an die maßgeblichen EU-Richtlinien angepasst.

 

Dieses Gesetz setzte alle das Gesellschaftsrecht betreffenden EU-Richtlinien in spanisches Recht um, ausgenommen die Achte Richtlinie des Rates über die Zulassung der mit der Pflichtprüfung der Rechnungsunterlagen beauftragten Personen (84/253/EWG, Prüferbefähigungsrichtlinie), welche bereits durch das spanische Rechnungsprüfungsgesetz 19/1988 umgesetzt worden war. Allerdings enthielt das Gesetz 19/1989 auch einige Bestimmungen zur Rechnungsprüfung (vgl. Kapitel X, „Prüfungsvorschriften“).

 

Das inzwischen in Kraft getretene Gesetz 44/2002 vom 22. November zur Reform der Finanzsysteme reformiert verschiedene Bereiche des Prüfungsrechts, des Gesellschaftsrechts (das Aktiengesetz, das GmbH-Gesetz und das Gesetz über die Gesellschaft in Arbeitnehmerhand) sowie andere Gesetze, die vor seiner Veröffentlichung in Kraft waren. Dieses Gesetz ist Teil einer bedeutenden Gesetzgebungsmaßnahme, mit der das Vertrauen in die Finanzmärkte gesteigert und die Gestaltung von Corporate Governance Codes („Codes of Best Practice“) für die Unternehmen gefördert werden sollte, um dadurch eine bessere Transparenz zu erreichen.

 

Am 8. Januar 2003 veröffentlichte die spanische Sonderkommission zur Förderung der Transparenz auf den Finanzmärkten und bei den börsennotierten Unternehmen einen Bericht, der verschiedene Maßnahmenvorschläge und Empfehlungen an die Unternehmen enthielt, wie die Transparenz auf den Finanzmärkten erhöht werden sollte. In diesem Zusammenhang stellten das Gesetz 26/2003 als Reformgesetz zum Wertpapiermarktgesetz 24/1988 und das neu gefasste, durch das Königliche Gesetzdekret 1564/1989 genehmigte Aktiengesetz die ersten regulativen Initiativen dar, die Transparenz bei der Führung börsennotierter Unternehmen zu erhöhen.

 

Die von Europäischem Parlament und Rat verabschiedete Verordnung zur Anwendung der Internationalen Rechnungslegungsstandards (International Accounting Standards - IAS) in der Europäischen Union (die sog. „IAS-Verordnung“) und das Weißbuch zur Reform der Rechnungslegung, welches am 25. Juni 2002 vom ICAC (Instituto de Contabilidad y Auditoría de Cuentas), dem spanischen Institut für Rechnungslegung und Buchprüfung, veröffentlicht wurde, regeln die Reform der Rechnungslegung, die in Spanien durchzuführen ist. Die regulativen Änderungen, die erforderlich sind, um ab 2005 eine konvergente Anwendung der IAS durch die börsennotierten Konzerne in der EU sicherzustellen, wurden inzwischen in Gang gesetzt. Dieser Prozess wird zweifellos zahlreiche Änderungen der spanischen Bilanzierungsgrundsätze erfordern, um diese an die International Accounting Standards anzupassen, wobei dazu mehr Zeit notwendig sein wird, als für die börsennotierten Konzerne vorgesehen.

 

Die Reformen wurden durch das Gesetz 62/2003 über Besteuerung, Verwaltungs- und Sozialmaßnahmen (Ley de medidas fiscales, administrativas y del orden social) eingeleitet, welches unter anderem folgende Änderungen einführte:

 

- Die Kriterien für eine Konzerngründung zu den gesellschaftsrechtlichen Zwecken, die in Artikel 42 ff. des spanischen Handelsgesetzbuches aufgeführt sind.

 

- Das GmbH-Gesetz 2/1995, mit dem das vereinfachte Rechnungslegungssystem eingeführt wurde.

 

Das durch das Königliche Dekret 1564/1989 verabschiedete reformierte Aktiengesetz, mit dem die Gestaltung der spanischen Jahresabschlüsse an die IAS angepasst wurde.

 

 
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